Bisher konnten die Bewohner der achtgeschossigen Wohnbauten in der Bautzener Allee 27 und 29 sowie der Häuser 25 und 31 nur auf halber Treppe in den Aufzug ein- und aussteigen. Darüber hinaus waren die alten Aufzüge ohne Durchladung, das heißt nur mit einem Zugang ausgestattet. Der Müllschlucker verlief außerdem noch durch den Aufzugschacht.
Nach mehr als 40-jähriger Nutzungsdauer waren wichtige Hauptkomponenten verschlissen. Die alten DDR-Aufzugsanlagen aus dem Jahr 1977 wirkten wenig ansehnlich. Hinzu kamen hohe Wartungs- und Reparaturkosten sowie lange Ausfallzeiten.
Ziel war es, den Bewohnern auf jeder Etage zwei oder mehr barrierefreie Zugänge zum Aufzug - die behindertengerecht und energiesparend sind sowie dem heutigen Stand der Technik entsprechen - zur Verfügung zu stellen. Der nicht mehr genutzte Müllschlucker sollte ebenfalls entfernt werden.
Da es sich bei dem Projekt um eine Sanierung im bewohnten Zustand handelte, war es notwendig, die Demontage der alten Aufzugsanlagen und den Einbau der neuen Aufzüge in kürzester Zeit zu erledigen, um die Anwohner nicht unnötig zu belasten.
Mitte Juli 2010 konnte bereits nach nur knapp neun Wochen Umbau und Arbeitszeit der erste getriebe- und maschinenraumlose KONE MonoSpace® Aufzug in der Bautzener Allee 27 in Betrieb genommen werden, Ende August folgte der zweite im Haus 29. Anfang 2011 folgt dann der Komplettaustausch der zwei Aufzüge in den Häusern der Bautzener Allee 25 und 31.
Durch die Vorgabe des Bauherren, den Zutritt zum Aufzug nicht mehr wie bisher auf halber Treppe zu legen, sondern auf jeder Etage einen rollstuhlgerechten Zugang zu ermöglichen, mussten neue Zugänge geschaffen und die alten geschlossen werden. Damit musste auch die Tragkonstruktion des alten Gerüstes durchtrennt werden, so dass für den Einbau des Aufzugs ein neues, maßangefertigtes Schachgerüst erforderlich war, das in den vorhandenen Schacht eingebaut werden konnte. Der Müllschlucker wurde dazu wie gewünscht entfernt. Auch die Übergänge vom Schachtgerüst zu den Zugangsebenen und die Umfassungszargen wurden nach Aufmass angepasst.
Aufgrund der behindertengerechten Zugänge und der dadurch entstehenden Durchladung musste auch die Kabine in der Tiefe maßangefertigt werden: Diese bietet nun mit einer Breite von 1,10 Metern und einer Tiefe von 1,65 Metern wesentlich mehr Platz, beispielsweise für einen Rollstuhl.
Dank des maschinenraumlosen KONE MonoSpace® fallen die Triebwerksräume weg und können stillgelegt werden.
Der Einsatz modernster energieeffizienter Technik, vor allem des getriebelosen KONE EcoDisc®-Antriebs und der LED-Beleuchtung der Kabine, ermöglichen eine deutliche Reduzierung der Betriebskosten. Die neuen Aufzüge laufen leise und zuverlässig – ein echter Mehrwert für Bewohner und Nutzer.
1) Wie groß ist der Modernisierungsbedarf bei Ihren Aufzügen und welche Rollen spielen dabei die Themen Energieeffizienz und Barrierefreiheit?
Seit Beginn der 1990er Jahre arbeiten wir intensiv an der Modernisierung unseres Häuserbestands. Dazu zählen natürlich auch die Aufzuganlagen, rund 90 an der Zahl. Wir achten ganz besonders auf die Energieeffizienz, allein schon wegen der steigenden Energiekosten. Deshalb hatten wir auch großes Interesse an regenerativen Antrieben bei den Aufzügen – KONE bietet mit seinem EcoDisc®- Antrieb die Lösung, die wir wollten. Auch das Thema Barrierefreiheit ist sehr wichtig für uns, da unsere Bewohner zum großen Teil ältere Mitbürger sind. Deshalb wurden und werden nicht nur die Wohnungen barrierefrei modernisiert, sondern auch die Aufzüge. Die Bürger danken es uns!
2) Was gab es bei der Planung zu beachten, um den neuen KONE Aufzug in den Wohnbauten der Bautzener Allee 27 und 29 sowie der Häuser 25 und 31 anstatt auf halber Treppe nun auf jeder Etage halten zu lassen?
Die Herausforderung lag darin, ein neues Schachtgerüst als tragendes Element für den Aufzug in den alten Aufzugschacht zu installieren, damit der Aufzug jede Etage anfahren kann.
3) Wie verlief aus Ihrer Sicht die Zusammenarbeit mit KONE in diesem Punkt?
Vollkommen komplikationslos! Sowohl in der Planung als auch in Bezug auf die Terminpläne oder Absprachen – die Fachleute von KONE waren stets pünktlich zuverlässig und kompetent. Es gab nicht einen Moment, an dem es „hakte“.
4) Bei dem Projekt handelt es sich um eine Sanierung im bewohnten Zustand. Welche Kriterien waren Ihnen dabei als Wohnungsgesellschaft wichtig? Wie wurden Ihre Anforderungen von KONE umgesetzt?
Uns kam es ganz besonders auf kurze Montagezeiten an, um die Bewohner so wenig wie möglich zu belasten. Das hieß auch, dass wir den Bewohnern trotz der Bauarbeiten einen leichten Zugang zu ihren Wohnungen ermöglichen wollen, und zwar jeweils über den Eingang und das Treppenhaus des noch nicht modernisierten Nachbarhauses. Dafür haben wir jeweils auf der 4. Etage einen Durchbruch zum Nachbargebäude vorgenommen, der nach der Modernisierung wieder verschlossen wurde. Für KONE bedeutete das, dass die Fachleute nicht alle Aufzüge in allen Häusern gleichzeitig austauschen konnten, sondern nacheinander. Das klappte sogar so gut, dass alle Aufzugarbeiten eine Woche früher als geplant beendet waren – zur Freude aller.
5) Welche konkreten Gründe sprachen für Sie für das Modell KONE MonoSpace® ?
Mit dem Modell haben wir bereits seit 2005 beste Erfahrungen sammeln können. Wir hatten nie Probleme und der MonoSpace® passte auch bei diesem Bauvorhaben am besten ins Konzept. Außerdem konnten wir dadurch den Maschinenraum ersatzlos schließen. Bei der Ausstattung haben wir auf eine Edelstahlauskleidung Wert gelegt, um eventuelle Vandalismusschäden zu verhindern. Die Spiegel schaffen dazu noch optisch Raum und eine hochwertigere Atmosphäre.
6) Sie arbeiten seit der Wiedervereinigung, also seit 20 Jahren, mit KONE im Bereich der Neuanlagen und Wartung zusammen. Was überzeugt Sie an dieser Partnerschaft, sowohl bei den Neuanlagen als auch bei der Wartung?
KONE ist seit vielen Jahren ein überzeugender und engagierter Partner, der technisch auf dem neuesten Stand und preislich fair ist. Wir sind und waren mit der fachlichen Beratung immer sehr zufrieden und hatten beispielsweise vom TÜV nie eine Beanstandung in Bezug auf die Wartung der Aufzüge. Und auch die menschliche Komponente stimmt – letztendlich auch ein ganz entscheidender Punkt in einer Partnerschaft!
Es klappte alles so gut, dass alle Aufzugarbeiten eine Woche früher als geplant beendet waren – zur Freude aller. Dietmar Dutschmann, Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda